Stilisierte Abbildung des Corona Virus'

Arbeitsschutz- und Hygenemaßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter

Online-Seminar: Arbeitsschutz & Corona am 16.09.2020 

Am
16. September 2020, 10:00 – 11:30 Uhr 
 
findet das
Online-Seminar Arbeitsschutz & Corona  
statt.

Ergänzend zu den Handlungshilfen des DTV 

  • Pandemieplan incl. Anlagen 
  • Gefährdungsbeurteilung - entsprechend der C-ASR aktualisierte Version 
  • Hygienekonzept 

(abrufbar unter https://www.dtv-deutschland.org/mein-dtv.html) wollen wir Sie durch das Thema führen und Ihnen eine Hilfestellung geben, wie Sie mit dem Thema in der Praxis umgehen können. Hintergrund ist insbesondere die im August in Kraft getretene SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel (C-ASR). Sie lernen, wie Sie ihr eigenes Hygienekonzept erstellen, welches die Einhaltung der C-ASR gewährleistet.  

Es werden keine Teilnahmebeiträge erhoben. Bei Interesse melden Sie sich bitte unter info@dtv-deutschland.org an. Sie erhalten rechtzeitig vor dem Webinar mit der Anmeldebestätigung die Zugangsdaten übersandt. 


Relevante Punkte der Bund-Länder-Vereinbarung zur Bekämpfung der SARS-Cov2-Pandemievom 27.08.2020

Bund und Länder haben sich am 27.08.2020 auf das weitere Vorgehen gegen die Ausbreitung der Corona-Pandemie verständigt. Die Vereinbarung umfasst insbesondere folgende Eckpunkte:

  • Die Vorgabe eines grundsätzlichen Mindestabstands von 1,50 m, die Verpflichtung zu einer MNB in bestimmten öffentlichen Bereichen sowie die im Einzelfall anzuwendenden Kontaktbeschränkungen gelten weiter. Vorgesehen sind im Hinblick auf die Maskenpflicht konsequente Kontrolle und Sanktion mit einem Mindestbußgeld in Höhe von 50 Euro (abweichend in Sachsen-Anhalt).
  • Die Möglichkeit der kostenlosen Testung für Einreisende aus Nicht-Risikogebieten endet am 15.09.2020. Bei Einreisen aus Risikogebieten gilt die Verpflichtung zu einer vierzehntägigen Quarantäne in der eigenen Wohnung, die ab dem 1.10.2020 durch einen (selbst zu finanzierenden) Test frühestens ab dem fünften Tag nach Rückkehr beendet werden darf. Die Quarantänevorgabe soll intensiver als bisher kontrolliert werden und bei Verstößen mit Bußgeldern verbunden werden. Bei vermeidbaren Reisen in bei Reisebeginn ausgewiesenen Risikogebiete soll der Anspruch auf Kompensation von Verdienstausfällen lt. Infektionsschutzgesetz gestrichen werden. 
  • Prioritär sollen, wie bisher, symptomatische Verdachtsfälle und enge Kontaktpersonen getestet werden ebenso in gefährdeten Bereichen. Künftig sollen zielgerichtete Reihentestungen bei Lehrkräften sowie Erziehern erfolgen. 
  • Mit gutem Hygienekonzepten nach bundesweit vergleichbaren Maßstäben soll der Präsenzschulbetrieb ermöglicht werden. Dort, wo dies nicht möglich ist, sollen verlässliche digitale Homeschooling-Angebote gemacht werden. Schulschließungen und weitgreifende Quarantäneanordnungen sollen möglichst vermieden werden.
  • Großveranstaltungen, bei denen eine Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Hygieneregeln nicht möglich ist, sollen mindestens bis Ende Dezember 2020 nicht stattfinden.

Weitere Einzelheiten können Sie dem verlinkten Papier entnehmen:
www.dtv-deutschland.org/files/DatenDTV/coronafiles/ErgebnisBKMPK270820.pdf.


Arbeitsmedizinische Empfehlung “Umgang mit aufgrund der SARS-CoV-2-Epedemie besonders schutzbedürftigen Beschäftigten”

Das Bundesarbeitsministerium hat die Arbeitsmedizinische Empfehlung des Ausschusses für Arbeitsmedizin (AfAMed) zum Umgang mit aufgrund der SARS-CoV-2-Epidemie besonders schutzbedürftigen Beschäftigten nunmehr auf seinen Internetseiten veröffentlicht. Sie erhalten die Empfehlung unter folgendem Link:
www.bmas.de/DE/Service/Medien/Publikationen/arbeitsmedizinische-empfehlung-umgang-mit-schutzbeduerftigen.html  

 


“SARS-CoV-2-Arbeitsschutz-Regel" - Folgen für sog. Poolbekleidung

Mit der SARS-CoC-2-Arbeitsschutz-Regel sollen die Anforderungen an den Arbeitsschutz für Zeiten epidemischer Lagen von nationaler Tragweite konkretisiert werden. Sie wird von den Arbeitsschutzausschüssen des BMAS gemeinsam mit der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin ermittelt bzw. angepasst.

Vorgesehen ist dabei unter 4.2.9 folgende Regelung: “Die ausschließlich personenbezogene Benutzung jeglicher Persönlicher Schutzausrüstung (PSA) und Arbeitskleidung ist sicherzustellen.”

Die wortwörtliche Umsetzung dieser Regel hätte erhebliche Auswirkungen auf sog. Poolbekleidung. Vor diesem Hintergrund setzen wir uns gegenüber den zuständigen Stellen weiter dafür ein, klarzustellen, dass Arbeitskleidung und Persönliche Schutzausrüstung nach ihrer hygienischen Aufbereitung durch textile Dienstleister/Wäschereien ausschließlich personenbezogen zu nutzen sind und danach wieder der hygienischen Aufbereitung zuzuführen sind. Ein mit der o.g. Regelung verbundenes Verbot von Poolbekleidung ist völlig überflüssig und schießt am Ziel komplett vorbei. 

Weitere Einzelheiten lesen Sie in unserem Positionspapier

Nutzen Sie dieses Papier, um ebenfalls gegenüber Ihnen bekannten politisch Verantwortlichen (bspw. Bundestagsabgeordneten) auf dieses, für die Branche sehr wichtige Thema, aufmerksam zu machen.


Übersicht über Quarantäne-Verordnungen der BL für Ein- und Rückreise nach Deutschland

Die Bundesländer haben jeweils Quarantäne Verordnungen für die Ein- und Rückreise nach Deutschland erlassen. Die Verordnungen sehen grundsätzlich eine 14-tägige Quarantäne im Fall der Ein- oder Rückreise aus einem Risikogebiet vor. 

In bestimmten Fällen kann von der Quarantäne abgesehen werden. Die Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA) hat in der anliegenden Übersicht die aktuellen Ausnahmevorschriften der Bundesländer zusammengefasst (Stand 15. Juli 2020). Teilweise weichen die Regelungen der einzelnen Bundesländer voneinander und von der vom Bundesinnenministerium erstellen Musterverordnung ab. 

Die Übersicht gibt die Formulierungen der jeweiligen Verordnungen wieder und ermöglicht einen Vergleich der verschiedenen Maßnahmen. 


Corona-Warn App verfügbar

Seit Dienstag (16.06.2020) ist die offizielle Corona-Warn-App verfügbar. Sie soll das Nachverfolgen von Infektionen erleichtern und zur Bekämpfung der Pandemie beitragen. Die App wird zum freiwilligen Download angeboten. Um einen hohen Wirkungsgrad sicherzustellen, müssen möglichst viele Personen die App nutzen. 

Datenschutzrechtliche Bedenken stehen einer Installation der App nicht entgegen. Noch nicht abschließend geklärt sind arbeitsrechtliche Fragen, die sich im Zusammenhang mit der App ergeben. 

Sobald ein Corona-Alarm erfolgt, besteht ein begründeter Verdacht der Infektion mit einer ansteckenden Krankheit. Damit hat ein Arbeitnehmer aber kein Recht zur “Selbstbeurlaubung”, sondern hat dies mit dem Arbeitgeber abzusprechen (soweit keine Anordnung des Gesundheitsamtes vorliegt). Nach aktuellem Stand gehen wir davon aus, dass der Arbeitnehmer bei einer notwendigen Freistellung (weil bspw. Home-Office nicht möglich ist) kein Anspruch auf Entgeltfortzahlung hat. 

Wir setzen uns mit den Spitzenverbänden dafür ein, dass das Infektionsschutzgesetz insbesondere in Bezug auf eine Entschädigungspflicht (§ 56 Abs. 1 IfSG) für Fälle einer Freistellung von Arbeitnehmern aufgrund eines Corona-Alarms über die App ergänzt wird. In Zweifelsfällen sollte die Beratung des Verbandes in Anspruch genommen werden.


Online-Seminar: Erstellung eines Pandemieplans

Das Thema Arbeits-/Gesundheitsschutz spielt eine zentrale Rolle bei der Bekämpfung der aktuellen Pandemie. Vor diesem Hintergrund ist jedes Unternehmen gehalten, einen Pandemieplan und eine auf Hygienemaßnahmen angepasste Gefährdungsbeurteilung zu haben sowie ein Hygienekonzept umzusetzen. Einen entsprechenden Arbeitsschutzstandard COVID 19 hat das Bundesarbeitsministerium herausgegeben.

Für unsere Matrix-Betriebe, für zertifizierte Betriebe und für alle Betriebe, die Wert auf eine individuelle Unterstützung legen, steht unser langjähriger Kooperationspartner, die INTRASYS GmbH, mit ihren auf Sie zugeschnitten Dienstleistungen zur Verfügung. Ergänzend bietet INTRASYS kostenlos das folgende Online-Seminar an:
"Erstellung eines Pandemieplans zur Integration in ein bestehendes Managementsystem inkl. Hygiene- und Arbeitsvorschriften am Beispiel der SARS-Covid-19 Pandemie", am 24. Juni, 15:00 – 16:00 Uhr.


Maßnahmenkatalog Bund/Länder zum weiteren Umgang mit der Corona-Pandemie

Wirtschaft wird schrittweise wieder hochgefahren - erhöhte Hygienemaßnahmen
Bund und Länder haben sich am 15.04.2020 darauf geeinigt, die Beschränkungen zur Verlangsamung des Corona-Virus etwas zu lockern. Der Einzelhandel soll langsam wieder anlaufen: Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern können bspw. wieder öffnen. Dabei müssen Betriebe jedoch Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen beachten. Diese Auflagen werden auch für die Wäschereien und Reinigungen – die ohnehin bereits geöffnet bleiben durften – gelten.  
Eine zentrale Rolle spielen weiterhin der Infektionsschutz und Hygienemaßnahmen überall und insbesondere dort, wo Kontakte notwendig sind, etwa in bestimmten Arbeitsumgebungen. Dem Arbeitgeber wird die Verantwortung zugewiesen, die Mitarbeiter vor Infektionen zu schützen. Infektionsketten, die im Betrieb entstehen, sind schnell zu identifizieren. Vom Bundesarbeitsministerium (BMAS) wurde zur Konkretisierung 16.04.2020 ein besonderes Arbeitsschutzkonzept vorgelegt (SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard).

BMAS: SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard

Dem Arbeitsschutzstandard werden zwei Grundsätze vorangestellt:

  • In Zweifelsfällen, wenn der Mindestabstand nicht sicher eingehalten werden kann, sollen Mund-Nase-Bedeckungen zur Verfügung gestellt und getragen werden.  
  • Personen mit Atemwegssymptomen oder Fieber sollen sich generell nicht auf dem Betriebsgelände aufhalten.
    Im Übrigen sind organisatorische und personenbezogene Schutzmaßnahmen vorgesehen. Die Verantwortung zur Umsetzung trägt der Arbeitgeber entsprechend der Gefährdungsbeurteilung.
    Die Maßnahmen im Überblick: 
  • Arbeitsplatzgestaltung: Ausreichender Abstand (mind. 1,5 m); wenn dies nicht möglich ist, müssen aktive Schutzmaßnahmen (bspw. transparente Abtrennungen) ergriffen werden. 
  • Zur Handreinigung sind hautschonende Flüssigseife und Handtuchspender zur Verfügung zu stellen. Regelmäßige Reinigung von Türklinken, Handläufen etc.
  • Regelmäßiges Lüften wird empfohlen; das Übertragungsrisiko bei Raumlufttechnischen Anlagen wird als gering eingestuft und von einem Abschalten abgeraten.
  • Lieferdienste u.a.: bei arbeitsbezogenen (Kunden-)Kontakten außerhalb der Betriebsstätte sind Mindestabstände (1,5 m) einzuhalten. Soweit möglich haben die Arbeiten einzeln zu erfolgen (sonst in festen Teams), Firmenfahrzeuge sind mit Utensilien zur Handhygiene und Desinfektion sowie mit Papiertüchern und Müllbeuteln auszurüsten. Fahrzeuge sollen festen Fahren/Teams zugeordnet und regelmäßig (innen) gereinigt werden.
  • Innerbetrieblichen Verkehrswege sind so anzupassen, dass die Abstände eingehalten werden können; Schutzabstände ggf. mit Klebeband markiert werden. Wo Abstände technisch oder organisatorisch nicht gewährleistet werden können, sind alternative Maßnahmen (Mund-Nase-Bedeckung) vorzusehen. 
  • Werkzeuge/Arbeitsmittel sind nach Möglichkeit personenbezogen zu verwenden bzw. regelmäßig zu reinigen (insbesondere bei der Übergabe an andere Personen).
  • Belegungsdichte von Arbeitsbereichen und gemeinsam genutzten Einrichtungen sind durch Maßnahmen zur zeitlichen Entzerrung zu verringern (Arbeitszeit- und Pausengestaltung).
  • Besonders strikt ist auf die ausschließlich personenbezogene Benutzung jeglicher Persönlicher Schutzausrüstung (PSA) und Arbeitsbekleidung zu achten. 
  • Zur raschen Aufklärung von Verdachtsfällen ist im Betrieb möglichst ein kontaktlose Fiebermessung vorzusehen.
  • Der Arbeitgeber soll in einem betrieblichen Pandemieplan Regelungen treffen, um bei bestätigten Infektionen diejenigen Personen (Beschäftigte und wo möglich Kunden) zu ermitteln und zu informieren, bei denen durch den Kontakt ebenfalls ein Infektionsrisiko besteht. 
  • Bei unvermeidbarem Kontakt bzw. nicht einhaltbaren Schutzabständen sollten Mund-Nase-Bedeckungen und in besonders gefährdeten Bereichen PSA zur Verfügung gestellt werden.
  • Über die eingeleiteten Prävention- und Arbeitsschutzmaßnahmen ist eine umfassende Kommunikation im Betrieb sicherzustellen.  

Die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard wir bei Bedarf durch die Unfallversicherungsträger branchenspezifisch konkretisiert und ergänzt. Wir sind im Austausch mit der BG ETEM.
Im Übrigen werden wir kurzfristig Handlungshilfen zur Umsetzung dieser besonderen Arbeitsschutzstandards zur Verfügung stellen. 


FFP2-Masken bei Kentaur erhältlich

Das DTV-Fördermitglied Kentaur bietet allen DTV-Mitgliedern ein Abrufkontingent für die Bestellung von Schutzmasken an. Es handelt sich um CE zertifizierte Atemschutzmasken der Klasse FFP2. Weitere Details entnehmen Sie bitte dem beigefügten technischen Datenblatt. Atemschutzmasken dieser Klasse werden vom Robert-Koch-Institut zum Schutz vor dem Coronavirus (CoV-19) empfohlen.
Eine Lieferung erfolgt ab der KW 17 zu einem Stückpreis von 3,89€ (Nettopreis zzgl. Mwst.). Die Verpackungseinheit liegt bei 800 Stück. Es können nur volle Verpackungseinheiten abgenommen werden. Die maximale Bestellmenge ist auf 2.400 Stück begrenzt. Wir weisen Sie darauf hin, dass eine Bestellung nur für den eigenen Gebrauch im Betrieb gedacht ist.
Ihre Bestellung richten Sie bitte an Frau Elvisa Kirschberger unter folgender E-Mailadresse: melj@kentaur.com Kommission / Bemerkung: DTV-Abrufauftrag


Hinweis auf Anbieter “MenkeMed” für Desinfektionsmittel (Hände+Flächen)

Als mögliche Beschaffungsquelle im Inland für Hand- und Flächendesinfektion weisen wir auf die  Firma MenkeMed mit Sitz in Bayern hin. Nach erster Einschätzung sind die Produkte von guter Qualität und ohne Alkohol. Die Produkte sind in Kleingebinden als auch in IBC-Container Mengen bestellbar. Preise bzw. Ihr persönliches Angebot fragen Sie bitte direkt bei Herrn Markus Halfpap an:

Firma Dermamedix
Markus Halfpap
Tel: 08021-504741
Fax: 08021-504743
Email: mhalfpap@dermamedix.de


Aktualisierte Fassung des Leitfadens Mund-Nasen-Maske veröffentlicht

Immer mehr deutsche Textil- und Bekleidungsunternehmen sind dabei oder haben angekündigt, Masken herzustellen, die weder als Medizinprodukt noch als persönliche Schutzausrüstung (PSA) auf dem Markt bereitgestellt werden sollen. Um den Unternehmen der deutschen Textil- und Modeindustrie eine erste Orientierung zu bieten, stellt der Gesamtverband textil+mode gemeinsam mit seinen Mitgliedsorganisationen den „Leitfaden: Mund-Nasen-Maske“ zur Verfügung.
Der Leitfaden Mund-Nasen-Maske wurde am 9. April 2020 aktualisiert. Insbesondere sind zusätzliche Ausführungen zur Kennzeichnung sowie Bewerbung der Masken hinzugekommen.
Den aktualisierten Leitfaden (2. Auflage) finden Sie hier: https://textil-mode.de/de/documents/1257/Leitfaden_Mund-Nasen-Maske_textilmode_2._Auflage_09-04-2020.pdf


RKI-Empfehlung zur Mehrfachverwendung von Masken 

Da es aktuell zu einer Knappheit von Mund-Nasen-Schutz (MNS) und FFP2 - Masken kommt, sind Strategien für einen ressourcenschonenderen Einsatz dieser Masken bzw. weiterer persönlicher Schutzausrüstung gefragt. Das Robert Koch-Institut (RKI) hat eine Empfehlung für die Wiederverwendung dieser eigentlich für den Einmalgebrauch gedachten Masken erstellt. Demnach können FFP-Masken und MNS während einer Schicht wiederverwendet werden, wenn diese nur durch dieselbe Person getragen wird.
Da die Außenseite der gebrauchten Maske potentiell erregerhaltig ist und beim erneuten Aufsetzen eine Kontamination des Trägers insbesondere im Gesicht (Nase, Mund, Augen) vermieden werden muss, sind jedoch besondere Maßnahmen notwendig:

  • Absetzen hat so zu erfolgen, dass eine Kontamination der Maske/des MNS (vor allem der Innenseite) bzw. eine Kontamination des Gesichtes verhindert wird.
  • Nach dem Absetzen sollte die Maske/der MNS trocken an der Luft aufbewahrt (nicht in geschlossenen Behältern!) und zwischengelagert werden.
  • Es ist ein abgegrenzter Bereich festzulegen, um eine sichere, für Publikumsverkehr nicht zugängliche Ablagemöglichkeit für die Maske/des MNS zu schaffen.
  • Der Ort, an dem die Zwischenlagerung erfolgte, unmittelbar nach Entnahme der Maske/des MNS sachgerecht desinfizieren. 
  • Die Handschuhe sind nach der Aufbewahrung der Masken fachgerecht zu entsorgen und die Hände zu desinfizieren.
  • Die gebrauchte Maske/der gebrauchte MNS muss eindeutig einer Person zugeordnet werden.
  • Benutzte Einweg-FFP Masken/MNS nicht mit Desinfektionsmittel reinigen oder desinfizieren.
  • Das Berühren der Innenseite des Filtervlieses ist zu vermeiden.
  • beim erneuten Aufsetzen hygienisch einwandfreie, unbenutzte Handschuhe tragen. 
  • Masken/MNS, deren Innenfläche durch Fehler bei der Handhabung möglicherweise kontaminiert wurden, nicht verwenden.

Quelle:
www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Ressourcen_schonen_Masken.pdf?__blob=publicationFile


Mitarbeiterschutz bei der Bearbeitung von Wäsche/Textilien in Zeiten von Corona

Der DTV hat sich in bezüglich des Mitarbeiterschutzes in Wäschereien in Zeiten von Corona-Infektionen insbesondere auf der unreinen Seite an die BG ETEM gewandt. Ebenfalls hat sich auch das RKI zu dieser Frage geäußert. Danach sollte die Bearbeitung der Wäsche aus Abteilungen von Krankenhäusern und Kliniken, die auf die Behandlung SARS-CoV-2 infizierten Personen gerichtet sind, nach den Vorgaben der TRBA 250 zu organisieren. Im unreinen Bereich ist zum Schutz der Mitarbeiter unbedingt auf Einhaltung der Hygieneregeln zu achten. Das Tragen von Handschuhen, die regelmäßig gewechselt werden, wird empfohlen und auf regelmäßige Händedesinfektion ist zu achten. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist sinnvoll, zumal dadurch vor allem das Risiko sinkt, dass sich der Mitarbeiter unbewusst an Mund und Nase greift. Das Tragen einer partikelfiltrierenden Halbmaske (FFP2- oder FFP3-Schutzmaske) ist demnach nicht notwendig. Wichtig jedoch ist eine Abstimmung zwischen Wäscherei und Klinik bezüglich Sammlung und Kennzeichnung. Die Maßnahmen der DGUV Information 203-084 „Umgang mit Wäsche aus Bereichen mit erhöhter Infektionsgefährdung“ sind in jedem Fall konsequent anzuwenden. Auch die Gütegemeinschaft Sachgemäße Wäschepflege weist auf gleichlautende Maßnahmen hin:
www.waeschereien.de/aktuelles/corona-virus-in-der-waescherei

Die TRBA 250 finden Sie hier:
www.baua.de/DE/Angebote/Rechtstexte-und-Technische-Regeln/Regelwerk/TRBA/pdf/TRBA-250.pdf?__blob=publicationFile&v=4

Die DGUV-Information finden Sie hier:
https://medien.bgetem.de/medienportal/artikel/MjAzLTA4NA--


>> Antworten zur Verwendung und zum Inverkehr­bringen von filtrierenden Halb­masken/Atemschutz­masken und weiterer Persönlicher Schutz­ausrüstung

  • Welche Atemschutzmasken schützen vor SARS-CoV-2?
  • Dürfen auch FFP-Masken ohne CE-Kennzeichnung verwendet und in Verkehr gebracht werden?
  • Gibt es Empfehlungen zum ressourcenschonenden Einsatz von Schutzausrüstung für niedergelassene Ärzte sowie Krankenhäuser und Kliniken?
  • Dürfen Masken aufbereitet werden?
  • Wie unterscheiden sich Mund-Nasen-Schutz und partikelfiltrierende Halbmasken?
  • Kann ich Schutzmasken auch nach dem angegebenen Ablaufdatum nutzen?
  • Wie ist im Zusammenhang mit COVID-19 mit weiteren Produkten (Schutzbrillen, Vollgesichtsmasken, FFP2, FFP 3, OP-Masken und Schutzkittel) ohne CE/NE-Kennzeichnung umzugehen?
  • Wie gestaltet sich die vereinfachte Prüfmöglichkeit für Corona SARS-Cov-2 Pandemie Atemschutzmasken?
  • Wo finde ich kostenlos Normen für Schutzkleidung?
  • Hat die BAuA Informationen über Bestellmöglichkeiten von Schutzmasken, Schutzkitteln, Schutzbrillen, Handschuhen oder weiter persönlicher Schutzausrüstung?

>> OJEU Konformitätsüberwachung PSA und Medizinprodukte 13.03.2020

Empfehlungen der Europäische Kommission vom 13.03.2020 zur Linderung von Beschaffungs- und Nutzungsengpässen bei Produkten der Persönlichen Schutzausrüstung sowie Medizinprodukte. Dazu ermöglicht sie Herstellern einen schnelleren / priorisierten Zugang zu Konformitätsverfahren für neue und innovative Produkte, z.B. auch aus Mehrwegmaterialien, hergestellt in lokalen Wirtschaftskreisläufen. Hersteller können für diese neuen und innovativen Produkte derzeit auch andere technische Spezifikationen und Normen zur Konformitätsdarlegung heranziehen als die ursprünglich geltenden, sofern eine gleichwertige Schutzwirkung ausgewiesen werden kann.

Hier finden Sie den Text der EU-Kommission, der im OJEU (Official Journal oft he European Union) veröffentlich wurde.