Tarifpolitik in der Textilpflegebranche

Die „Tarifpolitische Arbeitsgemeinschaft Textilreinigung“ (TATEX) ist innerhalb des DTV das Gremium, in dem die Tarifpolitik des Verbandes und der Branche aktiv diskutiert und gestaltet wird. Aus den Reihen der TATEX-Mitglieder wird regelmäßig eine Tarifkommission gewählt, die stellvertretend für alle Mitglieder die Tarifverhandlungen führt. Sprecher und Verhandlungsführer der TATEX ist Ralph Rouget. Gemeinsames Ziel von unserem Gewerkschaftspartner „DHV - Die Berufsgewerkschaft e.V.“ und DTV ist eine ausgewogene Tarifpolitik, die sowohl die Interessen der Arbeitgeber als auch der Arbeitnehmer berücksichtigt.

Der aktuelle Tarifvertrag läuft vom 01.02.2020 bis zum 31.07.2022. Über die Gesamtlaufzeit des Tarifvertrages von 30 Monaten steigen die Löhne in zwei Phasen. In der ersten Phase der Laufzeit (bis 31.01.2021) werden die Löhne je nach Regionalgruppe zwischen 2,0% und 3,5% steigen. In einer zweiten Phase (01.02.2021-31.07.2022) steigen die Löhne um weitere 2,0%-3,5%.

Die prozentuale Erhöhungen gelten für alle Lohngruppen.
Die Jahressonderzahlung bleibt unverändert bei 200 Euro (+ 50 Euro für DHV-Mitglieder).
Der Manteltarifvertrag war nicht Verhandlungsgegenstand.

Darüber hinaus wurden auch die Ausbildungsvergütungen erhöht.

Die Ausbildungsvergütung beträgt bundesweit in der 1. Phase:

Im 1. Ausbildungsjahr: 660 Euro
Im 2. Ausbildungsjahr: 710 Euro
Im 3. Ausbildungsjahr: 800 Euro
Im 4. Ausbildungsjahr: 900 Euro

Die Ausbildungsvergütung beträgt bundesweit in der 2. Phase:

Im 1. Ausbildungsjahr: 720 Euro
Im 2. Ausbildungsjahr: 780 Euro
Im 3. Ausbildungsjahr: 850 Euro
Im 4. Ausbildungsjahr: 980 Euro

Die neuen Tarifverträge mit den detaillierten Lohntabellen der einzelnen Entgeltgruppen können über die DTV-Geschäftsstelle in gedruckter Form bestellt werden und sind für TATEX-Mitglieder kostenlos.

Gesetzlicher Mindestlohn

Das Bundeskabinett hat den gesetzlichen Mindestlohn in folgenden Schritten angehoben:

  •   9,50 Euro ab 1. Januar 2021
  •   9,60 Euro ab 1. Juli 2021
  •   9,82 Euro ab 1. Januar 2022
  • 10,45 Euro ab 1. Juli 2022

Die im Entgelttarifvertrag vereinbarten Entgelte liegen fast immer über den gesetzlichen Mindestlöhnen. Lediglich im letzten Monat der zweiten Phase übersteigt der gesetzliche Mindestlohn die unterste Entgeltgruppe in den Regionalgruppen I und II sowie die untersten beiden Entgeltgruppen in der Regionalgruppe III.
In diesen Fällen geht der gesetzliche Mindestlohn vor.