Geschäftsklima Textilservice-Branche

Der DTV erfasst zwei Mal im Jahr die aktuelle wirtschaftliche Stimmung in der Textilservice-Branche. Die erhobenen Daten liefern ein umfassendes Bild des Marktes.

 

Stimmungslage stabilisiert sich unterhalb des Vor-Pandemieniveaus

Im Vergleich zu den ersten beiden Pandemiejahren ist die Gesamtstimmung in der Branche deutlich optimistischer geworden. Schätzten noch vor zwei Jahren ganze 93 Prozent der Unternehmen die Umsatzentwicklung als schlecht oder eher negativ ein, so sind es aktuell nur noch 62 Prozent. Zu beachten ist jedoch, dass der Umfrage- und Rückmeldezeitpunkt teilweise in die Phase vor dem aktuellen Ukrainekonflikt fiel. Die jüngsten Verwerfungen bei den Energiepreisen spiegeln sich demnach nur teilweise in den Umfrageergebnissen wider.

Dennoch ist festzuhalten, dass bereits ohne diese jüngsten Entwicklungen die Stimmungslage schlechter ist als vor der Coronapandemie. So wurde die Umsatzentwicklung im zweiten Halbjahr 2019 nur von 19 Prozent als schlecht oder leicht negativ eingeschätzt. Ähnliche Zusammenhänge lassen sich in den letzten Jahren auch mit Blick auf die Gewinnentwicklung und die Betriebsauslastung feststellen. Zu Beginn der Pandemie wurden die Trends hier jeweils noch von über 90 Prozent der Betriebe leicht negativ oder schlecht bewertet. Inzwischen haben sich diese Werte jeweils bei Werten um 50-65 Prozent stabilisiert.

Die Unterschiede zwischen den Branchensegmenten sind jedoch deutlich. Die Wäschereien schätzen ihre Lage schon seit einiger Zeit signifikant positiver ein als die anderen Branchenzweige. So sehen 28 Prozent der Wäschereien sich in einer guten oder sehr guten Lage. Die ausschließlichen Reinigungsbetriebe hingegen bewerten ihre Lage deutlich pessimistischer. Die Mischbetriebe finden sich zwischen beiden Lagern in etwa in der Mitte. 23 Prozent von Ihnen gaben eine gute oder sehr gute Umsatzentwicklung an. 

Nach wie vor zeichnet sich jedoch auch ein anderer erfreulicher Trend fort. Die Mitarbeiterzahl in den Betrieben der Textilreinigungswirtschaft entwickelte sich seit Corona Beginn deutlich weniger dramatisch als sämtliche andere abgefragte Faktoren. So schätzen auch Anfang 2022 wieder rund 40 Prozent der Betriebe die Mitarbeiterentwicklung als leicht negativ oder schlecht ein. Der Fachkräftemangel/ die Schwierigkeiten, Personal zu finden, haben sich zum Vorjahr noch verschärft. Inzwischen haben 80 % der Betriebe Probleme, ihre Stellen zu besetzen.

Aussichten für das 1. Halbjahr 2022

Die Aussichten für das 1. Halbjahr 2022 sind vor dem Hintergrund der nach wie vor bestehenden Coronapandemie und dem steigenen Kostendruck eingetrübt. Nur 15 Prozent der Unternehmen schätzen die Gewinnentwicklung positiv ein.

Weitere Informationen

Detailliertere Informationen zum Geschäftsklimaindex liegen vor und können auf Anfrage zur Verfügung gestellt werden. Als Ansprechpartner steht Ihnen dafür Franziska Lorenz aus der Geschäftsstelle zur Verfügung: lorenz@dtv-deutschland.org